Sicheres Passwort

Wie sieht ein sicheres Passwort aus? Wie lange sollte es sein? Soll ich nur Groß- und Kleinbuchstaben benutzen oder auch Sonderzeichen und Zahlen? Und wie merke ich es mir am besten?

Es gibt noch viel mehr Fragen zum Thema „Sicheres Passwort“. Wir geben auf dieser Seite Tipps um ein sicheres Passwort zu erstellen. Des Weiteren haben wir einen Passwort-Generator entwickelt, welcher sichere Passwörter generiert.

 

Tipp 1: Groß-/Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen nutzen

Für ein sicheres Passwort sollte man nicht nur Groß- und Kleinbuchstaben sondern auch Zahlen und Sonderzeichen nutzen. Bei der Nutzung von Groß- und Kleinbuchstaben verwendet man nur 52 verschiedene Zeichen. Fügt man aber auch noch die Zahlen von 0-9 und verschiedene Sonderzeichen hinzu, kommt man auf 70 bis 80 oder mehr verschiedene Zeichen, was es für Dritte schwieriger macht ein Passwort zu „knacken“.

 

Tipp 2: Je länger ein Passwort desto schwerer ist es zu „hacken“

Eine sichere Mindestlänge für Passwörter gibt es nicht. Man sollte das Passwort aber möglichst lang wählen, denn mit jedem weiteren Zeichen wächst die Anzahl der Möglichkeiten exponentiell.

Dazu zwei kleine Rechenbeispiele:

  1. Länge: 8 Zeichen, 68 verschiedene Zeichen (a-z, A-Z, 0-9, ä, Ä, ö, Ö, ü, Ü)

Anzahl der möglichen Passwörter: 68^8= 457.163.239.653.376

  1. Länge 12 Zeichen, 68 verschiedene Zeichen

Anzahl der möglichen Passwörter: 6812= 9.774.779.120.406.941.925.376

Laut einer aktuellen Liste mit Rechnergeschwindigkeit (http://www.orange.co.jp/~masaki/rc572/fratee.php) schafft es der schnellste Computer ca. 2,1 Milliarden Schlüssel pro Sekunden zu generieren.

Um alle Möglichkeiten des ersten Beispiels auszuprobieren, benötigt der Rechner ca. 2,5 Tage, für das zweite Beispiel würde er ca. 147.598 Jahre rechnen. Das bedeutet allerdings nicht, dass der erste errechnete Schlüssel schon der richtige sein könnte.

 

Tipp 3: Keine Tasturketten und/oder Wörter aus dem Wörterbuch nutzen

Wenn ein Passwort erstellt wird, sollte darauf verzichtet werden sogenannte Tasturketten, wie „wert“ oder „qwertz“, zu benutzen. Des Weiteren sollten auch keine Wörter aus dem Wörterbuch benutzt werden, da manche Hacker den Wörterbuchangriff nutzen. Auch sollten Passwörter wie „123456“ oder „passwort“ vermieden werden.

 

Tipp 4: Verwendung von Sätzen zum besseren Merken

Um das eigene Passwort besser herleiten zu können, sollte man sich dieses anhand von Sätzen merken.

Ein Beispiel:

„Der Ball ist rund & ein Spiel dauert 90 Minuten!“ ist ein gängiger und leicht zu merkender Satz. Aber daraus lässt sich auch super ein Passwort bilden, DBir&eSd90M! . Es entsteht ein Passwort mit 12 Zeichen, Groß-und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen.

 

Tipp 5: Buchstaben durch Zahlen oder Zeichen ersetzen

Um ein Passwort mit mehr Zahlen und/oder Zeichen zu versehen, gibt es noch eine Möglichkeit. Einfach Buchstaben durch Zahlen oder Zeichen ersetzen. So lässt sich ein s durch eine 5 oder ein i durch ein ! ersetzen.

Wendet man diese Methode auf das oben erstellte Passwort DBir&eSd90M! , erhält man beispielsweise DB!r&35d90M! .

 

Tipp 6: Funktion „Passwort speichern“ im Browser vermeiden

Um die Sicherheit des Passwortes zu erhöhen, sollte auf die Funktion „Passwort speichern“ in den verschiedenen Browsern verzichtet werden. Dies sollte nicht nur auf Rechnern von Dritten passieren, sondern auch auf dem eigenen.

 

Tipp 7: Nutzen Sie jedes Passwort nur einmal

Sie sollten jedes Passwort nur einmal nutzen. Sowohl für jede Anwendung, als auch bei Änderung Ihres Passworts. So verhindern Sie, dass bei Offenbarung des Passworts alle weiteren Dienste, mit dem selben Passwort, ebenfalls unsicher geworden sind.

 

Tipp 8: Ändern Sie Ihr Passwort regelmäßig

In bestimmten Zyklen sollten Sie Ihr Passwort ändern, um sicher zu gehen, dass es möglichen Angreifern noch schwieriger fällt ihr Passwort zu erraten. Außerdem sollten Sie, sobald bekannt wird, dass Ihr Passwort eventuell aufgedeckt wurde, zum Beispiel durch eine Datenpanne beim Anbieter, ebenfalls Ihr Passwort ändern.

Hinweis: Alle oben als Beispiel aufgeführten Passwörter sollten Sie zum Schutz Ihrer Daten nicht mehr verwenden.

 

Passwort-Generator:

Hier gelangen Sie zu unserem selbst programmierten Passwort-Generator.

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Erledigt

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