Tagungsreihe Datenschutz in der Medizin – Update 2015.

Freitag, 15. Mai 2015

München. Die Tagungsreihe für Berater und Entscheidungsträger informiert über die rechtlichen und IT-technischen Rahmenbedingungen beim rechtskonformen Umgang mit Patientendaten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der IT-Sicherheit, die durch den zunehmende Einsatz von Informationstechnologien weiter in den Vordergrund rücken muss. Die nächste Tagung findet am 08. und 09.06.15 in München statt.

Bereits vor einigen Jahren wurde der Gesundheitsbranche mangelhafter Datenschutz vorgeworfen. Die anhaltende Aktualität des Themas zeigen jüngste Berichterstattungen. Sei es beispielsweise die gestohlene Krankenakte von Michael Schumacher, illegal angelegte Krankenakten der Deutschen Bahn oder Klinikmitarbeiter, die unberechtigter Weise die Krankenakte im Fall Tugce lasen. „Diese Sammlung an Vorfällen muss erschreckend für die Personen sein, die verantwortlich für die Patientendaten sind. Umso wichtiger ist es genau da, wo besonders schützenswerte Daten verarbeitet werden, über die rechtlichen und IT-technischen Rahmenbedingungen beim rechtskonformen Umgang mit Patientendaten zu informieren.“, erläutert Manfred Weitz, Organisator der Tagungsreihe. „Intensiviert und ausgeweitet haben sich aber die Probleme des Datenschutzes und insbesondere der Datensicherheit für medizinische Einrichtungen durch den rapide zunehmenden Einsatz der IT.“

 
Daher haben die zuständigen Fach- und Datenschutzbehörden seit circa zwei Jahren eine Fülle von neuen Regelwerken publiziert, deren Umsetzung diese Risiken nachhaltig reduzieren sollen.
Als Beispiel kann hier Die Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht, Datenschutz und Datenverarbeitung in der Arztpraxis der BÄK vom April 2014, ergänzt durch eine neue Fassung der sogenannten Technischen Anlage von 2008 genannt werden.
 
Ergänzend zu solchen eher abstrakten Regelwerken haben die Fachbehörden inzwischen auch Umsetzungshilfen erarbeitet, die einzelne datenschutzrechtliche Problembereiche in der Verwaltung medizinischer Einrichtungen betreffen, wie beispielsweise den kommentierten Muster-ADV-Vertrag für die Gesundheitswirtschaft publiziert, der helfen soll, die Anforderungen an eine Auftragsdatenverarbeitung (§11 BDSG & §80 SGB X) für den Sonderfall sensibler medizinscher Daten zu lösen.
 
Berater und Entscheidungsträger von Arztpraxen, medizinischen Versorgungszentren, Kliniken, medizinischen Laboren, Pflegeheimen, aber auch forschende Einrichtungen haben daher die Möglichkeit, bei der Tagungsreihe Update-BDSG das Regelwerk und den weiterführenden praktischen Rahmen der Branchenexperten kennenzulernen, um einen weiteren Schritt für die praktische Umsetzung von Datenschutz und IT-Sicherheitsmaßnahmen zu gehen.
 
Die Tagung beginnt am 08.06.2015 mit einem kostenfreien Symposium zu den Themen IT-Sicherheitsgesetz, aktuelle Normen und Standardisierungen, IT-Sicherheit in Clouds und IT-Risiken in Kliniken. 
 
Am 09.06.2015 erwartet die Teilnehmer der Veranstaltung ein vielschichtiges Programm. Der Tag beginnt mit einem Einblick in die Prüfmethoden und Abläufe des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht. Es folgen Beiträge aus Wissenschaft und Praxis über Big Data, Datenschutzprobleme im Klinikalltag, Datenschutz in der Telemedizin und Auftragsdatenverarbeitung. Für den letzten Teil des Tages steht der Bereich der IT-Sicherheit im Fokus. Die geladenen Referenten von der gematik und der BDO Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH runden den Tag mit Ausführungen zu IT-Sicherheitsfragen in der Telematik sowie dem IT-Sicherheitsgesetz ab. Nach einer Abschlussdiskussion endet die Veranstaltung gegen 17.15 Uhr.
 
Fachanwälte für Medizinrecht und Fachanwälte für Informationstechnologierecht können vom §15 FAO Gebrauch machen. Die Tagung wurde von der LAEKB mit 8 Punkten zertifiziert.
 
Direkte Anmeldungen und die Einholung weiterführender Informationen sind hier möglich.
 
Die Tagungsreihe Update-BDSG hat ihre wesentlichen Merkmale in der Kooperation mit öffentlichen Stellen wie etwa Landesdatenschutzbeauftragte, Fachminister und der IHK. Ebenfalls namhafte Referenten, die in Fachbehörden oder am Wirtschaftsleben entsprechende Kompetenzen erworben haben, wie auch Fachverlage und Medienpartner sind regelmäßige Gäste. Die Tagungen sollen mit unterschiedlichen Orten und Themenschwerpunkten den Datenschutzpraktikern, vor allem betrieblichen Datenschutzbeauftragten, möglichst konkrete Handlungshilfen in aktuellen und komplexen Problemkreisen, wie etwa dem Beschäftigtendatenschutz, Datenschutz in der Medizin u.ä., vermitteln.

Die Tagungen werden als Weiterbildungsmaßnahme ausgelegt, auch für Fachanwälte.
 
Das ISDSG – Institut für Sicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen in Dortmund beschäftigt sich mit allen Fragen zum Thema Informationssicherheit und Datenschutz mit Schwerpunkt auf den Akteuren des Gesundheitswesens. Das Institut wurde vom Medizin-Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. rer. medic. Thomas Jäschke gegründet. Das Portfolio des ISDSG umfasst neben den frei zugänglichen Informationen und Dienstleistungen auch besonders für Praxen und Unternehmen ausgerichtete Angebote. Die fortschreitende Digitalisierung in der Medizin aufgrund der Potenziale der neuen Informationstechnologien ist der Motor des spezialisierten Teams.
 
Um Abdruck wird gebeten. Belegexemplar ist erwünscht.
Zeichen inkl. Leerzeichen: 4620 
 
 
ISDSG – Institut für Sicherheit und Datenschutz im Gesundheitswesen
Unternehmenskommunikation 
Nina Richard
Westfalendamm 251
44141 Dortmund
 
Tel. +49 231 4499599-91 I richard@isdsg.de
Fax +49 231 4499599-99 I www.isdsg.de
Autor: 
Nina Richard
Copy: 
Erledigt

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